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Aufsteiger zwingt die Grizzlys in die Knie - 8:15-Niederlage in Schorndorf


Die Johannis Grizzlys warten in der Ringer-Bundesliga noch auf ihr erstes Erfolgserlebnis. Wenige Tage nach der deutlichen Niederlage in Burghausen (8:20), unterlagen die Nürnberger auch den zweiten Auswärtskampf beim ASV Schorndorf. Mit 8:15 zogen die Norisstädter gegen den Aufsteiger den Kürzeren. „Wir sehen jetzt, wo wir stehen“, sagt Grizzly-Präsident Dino Noth.

Der Gastgeber stellte gegen die Grizzlys genauso auf wie beim deutlichen 19:5-Auswärtssieg am vergangenen Samstag bei Mitaufsteiger Lichtenfels. Auffallend war, dass sie mit DRB-Kaderathlet Jello Krahmer den einzigen eigenen Ringer auf die Matte schickten. Grizzly-Neuzugang Daniel Ligeti zwang den amtierenden Deutschen Vizemeister mit 2:1-Wertungspunkten in die Knie. Zuvor stand Eigengewächs Daniel Walter im Freien Stil Engin Cetin gegenüber. Der Türke gewann vor Ablauf der ersten Kampfhälfte technisch überlegen. Im Limit bis 61 Kilogramm lag Jacopo Sandron gegen Razvan Arnautu zur Pause mit 0:4-Wertungspunkten zurück. Den Rückstand konnte der italienische Legionär auf Seiten der Grizzlys nicht mehr aufholen. Am Ende stand eine 4:8-Punkteniederlage zu Buche. Schorndorf baute seinen Vorsprung auf 6:1 aus. Seinen zweiten Auftritt im Grizzly-Trikot feierte Abraham Ruano im Halbschwergewicht. Nach seiner Niederlage gegen den Burghauser Erik Thiele bestimmte er gegen Ertugrul Agca den gesamten Kampfverlauf. Zur Pause führte er mit 4:0 und konnte im zweiten Durchgang noch eine Wertung gegen den Deutschen Männermeister von 2019 erzielen. Nürnberg verkürzte auf 3:6. Einen starken Kampf lieferte Stoyan Iliev (66 kg). Trotz eines 0:2-Rückstandes gegen Vladislav Wagner, drehte er eindrucksvoll den Kampf und siegte nach technischer Überlegenheit. Damit führten die Nürnberger zum ersten Mal in dieser Begegnung (7:6).

Nach der Pause kam es zu einem hochklassigen Duell im Limit bis 86 Kilo zwischen Zoltan Levai und Zakarias Berg. Der Schwede lag zwar mit 1:0 vorn, doch der Ungar glich zwischenzeitlich aus, ehe Levai durch eine unglückliche Aktion ein Viererwertung abgab und mit 1:5-Wertungspunkten verlor. Viel vor nahm sich Sven Dürmeier, der Idris Ibaev gegenüberstand. Der Tschetschene nahm in der Folge der Begegnung Fahrt auf, der 30-jährige Nürnberger lag zur Pause mit 2:10-Wertungspunkten zurück. Auch nach dem Wiederanpfiff war Ibaev tonangebend und schulterte nach 3:47 Minuten Dürmeier vorzeitig. Einen klasse Auftritt bot Eduard Tatarinov (80 kg) im Duell gegen Zalik Sultanov. Für den Traunsteiner war es ein kräftezehrender Auftritt, den er sich mit einem 3:2-Punktesieg krönte. Vor den beiden abschließenden Duellen im Weltergewicht lagen die Grizzlys mit 8:12 zurück. Tim Stadelmann wollte gegen Dawid Wolny seinen ersten Saisonsieg feiern. Eine Viererwertung reichte dem Schorndorfer zur Pausenführung. Obwohl Wolny zwischenzeitlich mit 6:0 führte, setzte Stadelmann alles auf eine Karte, erzielte zwei Zweierwertung, doch zu einem Sieg reichte es nicht mehr. Damit war auch die Gesamtniederlage gegen den Aufsteiger besiegelt. Anthony Sanders gab zum Schluss gegen Maximilian Schwabe alles und verlor mit 0:7-Wertungspunkten. „Sicherlich haben wir es uns anders vorgestellt, da ich schon im Vorfeld wusste, dass es ein enger Kampf werden würde“, zeigte sich Cheftrainer Matthias Baumeister sichtlich enttäuscht nach der Niederlage. „Bis zur Pause waren wir noch im Soll, doch dann fiel das Konstrukt auseinander“, ergänzt er. „Wir haben die Schlüsselkämpfe von Jacopo, Tim und Zoltan verloren“, hatte sich Sportdirektor Mario Besold auch einen anderen Kampfverlauf gegen Schorndorf gewünscht. Mit 0:4-Punkten liegen die Johannis Grizzlys derzeit auf dem vorletzten Rang. Am Samstag steigt die Heimpremiere gegen den FC Erzgebirge Aue.

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