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Bundesliga: Deutlicher und souveräner Pflichtsieg über den TSV Westendorf


„Für uns ist es ein Pflichtsieg. Wir haben die Aufgabe, obwohl wir nicht in Bestbesetzung waren, optimal gelöst“, freut sich Manager und sportlicher Leiter Mario Besold über den mittlerweile fünften Saisonsieg. Souverän gewannen die Johannis Grizzlys ihren Heimkampf gegen den TSV Westendorf mit 29:7. Dass parallel der SV Siegfried Hallbergmoos im Heimkampf gegen den FC Erzgebirge Aue nichts anbrennen ließ und nur noch einen Sieg vom Viertelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft entfernt ist, nahm Besold gelassen. Vielmehr war es wichtig, mit einem Erfolg weiterhin den dritten Platz fest im Visier zu halten.

Eine großartige Stimmung herrschte in der Richard Withe Jr. Arena. Die mitgereisten Westendorfer Fans sorgten für eine prächtige Atmosphäre. Allerdings mussten die Nürnberger den ersten Sieg des Abends den Gästen aus dem Allgäu überlassen. Marcel Sandeck stand dem Favoriten Nedyalko Petrov gegenüber. Der Bulgare gewann das Duell im leichtesten Limit vorzeitig mit 15:0-Wertungspunkten. Stilartfremd ging Tobias Nendel im Schwergewicht auf die Matte. Sein Gegner Patrick Riedler brachte 16 Kilogramm weniger auf die Waage. Zur Pause stand es 4:4, doch am Ende gelang dem Grizzly-Akteur unter Anfeuerung der eigenen Fans noch ein beherzter Schlussspurt. Drei Zweierwertungen brachten für ihn einen 15:7-Einzelsieg. Stoyan Iliev hatte im Limit bis 61 Kilogramm im freien Stil keine Mühe gegen den DRB-Kaderathleten Niklas Stechele. Iliev punktete den Allgäuer vorzeitig aus. Einen offenen Kampf lieferte Philipp Vanek gegen den Österreicher Daniel Gastl. Gewann der Tiroler den Hinkampf technisch überlegen, so gab der 30-Jährige diesmal bei der 0:10-Niederlage nur drei Mannschaftspunkte ab. Leichtes Spiel hatte im letzten Kampf vor der Pause Deniz Menekse gegen den TSV-Nachwuchsringer Daniel Joachim. Mit 16:0-Wertungspunkten ließ der Grizzly-Akteur seinem Gegenüber keine Chance. Nürnberg führte zur Halbzeit mit 11:7. „Es war ein gutes Gefühl, dass wir mit vier Punkten Vorsprung führten. Das ist ein gutes Polster, weil wir auch wissen, dass wir hinten raus immer stärker sind“, sagt Mario Besold. Er durfte Recht behalten. Weil die Westendorfer dezimiert antraten, blieb es für die Allgäuer bei zwei Einzelsiegen.

Im ersten Kampf nach der Pause hatte es Marc Pöhlmann (86 kg) mit Lennart Wunderlich zu tun. Nach 2:10 Minuten drückte der Nürnberger den Westendorfer auf beide Schultern. Abgezockt und souverän bestimmte Tim Stadelmann den Folgekampf im Limit bis 71 Kilogramm. Obwohl Stadelmann zur Pause gegen den Bulgaren Filip Novachkov nur mit 1:0 führte, drehte der Nürnberger im Anschluss auf und setzte mit einem sehenswerten Wurf, der vier Punkte einbrachte, die Weichen auf Sieg. Am Ende gewann er mit 9:0. Sven Dürmeier hatte in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm gegen den angeschlagenen Michael Heiß ein kurzes Vergnügen. Weitere vier Mannschaftspunkte wanderten nach seinem Schultersieg auf das Grizzly-Konto. Die Messe war längst gelesen und die Zuschauer kamen weiterhin auf ihre Kosten. U23-Vizeweltmeister Alexandru Biciu (75 kg) holte einen weiteren Sieg. Mit 8:0 zwang er Maximilian Goßner in die Knie. Auch Soner Demirtas gewann überlegen, auch wenn der türkische Europameister beim Überlegenheitssieg gegen Simon Einsle mit angezogener Handbremse agierte.

„Es war für uns am Ende ein deutliches Ergebnis. Auch wir standen nicht gut. So fehlten mit Akhmed Bataev und Zoltan Levai, die keine Freigabe erhielten, zwei wichtige Leistungsträger. Auch Tolgahan Karatas war verletzungsbedingt nicht einsatzfähig“, attestiert Mario Besold dem gesamten Team einen starken Auftritt. Mit 10:8-Zählern liegt Nürnberg derzeit auf Rang vier, punktgleich mit dem RSV Rotation Greiz. Am kommenden Samstag haben die Grizzlys auswärts den FC Erzgebirge Aue vor der Brust.

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