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Bundesliga: Kein Sieg in Burghausen - Ligaprimus gewinnt mit 20:8


Mit jeder Menge Zuversicht führte für die Johannis Grizzlys die Fahrt zum amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister. Doch der SV Wacker Burghausen war an diesem Abend eine Nummer zu groß für die Nürnberger. Am Ende gab es eine deutliche 8:20-Niederlage in der Ringer-Bundesliga. Da sich auch der SV Siegfried Hallbergmoos keine Blöße beim TSV Westendorf gab und mit 14:9 gewann, liegen die Grizzlys als Tabellendritter nun wieder vier Punkte zurück.

„Die Enttäuschung ist jetzt nicht sehr groß. Wir haben gewusst, dass es sehr schwer werden wird“, verweist Manager und sportlicher Leiter Mario Besold auf den Ausfall des Russen Akhmed Bataev, der im Schwergewicht vorgesehen war. „Wir mussten unsere Formation umstellen, um noch theoretische Chancen zu haben. Ja, es war eine Risikovariante.“ Am Ende ging sie nicht auf. Drei von insgesamt neun Kämpfen gingen auf das Konto der Grizzlys. Schon im Vorfeld beantragten die Ostbayern beim DRB einen Nachholkampf, weil Kaderathlet Johann Christoph Steinforth bei der U23-Weltmeisterschaft in Bukarest auflief. Tim Stadelmann muss nun nicht mehr extra auf die Matte. Am Gesamtsieg der Burghauser hätte sich eh nichts mehr getan.

Tolgahan Karatas ging dezimiert in das Duell bis 57 Kilogramm im griechisch-römischen Stil. Sein Gegner ist kein Unbekannter: Fabian Schmitt. Der Ex-Grizzly punktete den Türken vorzeitig aus und legte ihn noch auf die Schultern. Für Bataev stellte sich Marc Pöhlmann in den Dienst der Mannschaft. Mit Soslan Gagloev hatte er eine Bank vor sich. Der Slowake brachte 127,7 Kilogramm auf die Waage, während Pöhlmann 86,7 Kilogramm aufbot. Gagloev entschied das Duell vorzeitig. Den ersten Sieg des Abends holte sich Stoyan Iliev im Limit 61 Kilogramm im freien Stil. Nach 2:22 Minuten schulterte er Erwin Kobsar vorzeitig. Auf verlorenem Posten stand Philipp Vanek (98 kg), der gegen den amtierenden Deutschen Meister, Ramsin Azizsir, nach technischer Überlegenheit vier Teampunkte abgab. Im letzten Kampf vor der Pause drehte Deniz Menekse (66 kg) ein fast schon verlorenes Duell. Mit 4:7 zurück, rang er Witalis Lazovski noch mit einem 9:7-Sieg nieder.

Soner Demirtas ging in Burghausen in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm auf die Matte, rückte also nach oben. Sechs Kilo mehr auf den Rippen hatte Kakhaber Khubezhty, der gegen den türkischen Europameister von 2018 nach Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit mit 6:2 gewann. Mario Besold (71 kg) selbst stand Magomedmurad Gadzhiev gegenüber und verhinderte nach aufopferungsvollem Kampf eine Vierer-Wertung. Als Zoltan Levai auf die Matte ging, war buchstäblich die Luft aus. Der ungarische Nationalathlet gewann mit 8:0-Wertungspunkten gegen Maximilian Lukas und holte damit den dritten und damit letzten Einzelsieg für die Grizzlys an diesem Abend. Im abschließenden Duell verlor Sven Dürmeier (75 kg) noch gegen Michael Widmayer.

„Meine Highlights in diesem Kampf waren die Begegnungen von Deniz Menekse und Mario Besold. Beide haben gekämpft bis zum Umfallen“, lobt Vereinsboss Dino Noth. Leider sei gegen die Ostbayern alles gegen die Grizzlys gelaufen. „Wir haben uns das etwas anders vorgestellt.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Coach Matthias Baumeister. „Nachdem ich die Aufstellung von Burghausen gesehen habe, wusste ich, dass es sehr schwer für uns werden würde“, zeigt er sich jetzt nicht so enttäuscht. Vier Punkte sind es noch auf den SV Siegfried Hallbergmoos, theoretisch ist alles noch möglich, um den zweiten Platz zu erreichen. Allerdings haben es die Johannis Grizzlys jetzt nicht mehr selbst in die Hand.

Restprogramm Grizzlys:

TSV Westendorf (H)
FC Erzgebirge Aue (A)
RSV Rotation Greiz (H)
WKG Pausa/Plauen (A)

Restprogramm Hallbergmoos:

FC Erzgebirge Aue (H)
RSV Rotation Greiz (A)
WKG Pausa/Plauen (H)

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