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Grizzlys müssen nach Aue - Was bringt die Bundesligatagung am Sonntag in Würzburg?


Die Johannis Grizzlys stehen in der Rückrunde der Ringer-Bundesliga vor ihrem vorletzten Auswärtskampf. Am Samstag geht es zum FC Erzgebirge Aue. Dass mit den Sachsen stets zu rechnen ist, beweist der überraschende 15:12-Auswärtssieg in Greiz. Auch die Grizzlys gehen nach dem überzeugenden und deutlichen Heimsieg über den TSV Westendorf gestärkt an ihre nächste Aufgabe heran. „Wir können zum ersten Mal richtig auf Platz drei rutschen“, leuchten bei Matthias Baumeister die Augen. Voraussetzung ist ein Sieg des SV Siegfried Hallbergmoos gegen Greiz. Den Oberbayern ist drei Kampftage vor Ende der Hauptrunde der zweite Platz wohl nicht mehr zu nehmen, der automatisch zur Teilnahme an der Play-Off berechtigt. Um den dritten Platz kämpfen auch noch die Thüringer. „Wir müssen auf uns schauen und nicht auf die anderen“, ist Baumeister auf das Duell gegen den Tabellenfünften fokussiert. „Aue hat eine starke Mannschaft, was ihr Sieg gegen Greiz ja auch gezeigt hat“, verweist der Nürnberger Übungsleiter auf die Ergänzungsringer der Sachsen. Mit Máté Krasznai, Krisztian Jäger (beide Ungarn), Jacek Tomaszewski, Mateusz Filipczak und Marius Los (alle Polen), haben sie eine starke ausländische Achse. „Ich denke schon, dass sie ihren Heimkampf gewinnen wollen und nichts dem Zufall überlassen möchten“, hebt Baumeister hervor. So könnte beispielsweise im Halbschwergewicht Philipp Vanek auf Rolf Linke treffen. Auch der Russe Ahmed Bataev dürfte im Schwergewicht mit Filipczak kein leichtes Los haben. „Ich erwarte richtig spannende und knappe Kämpfe“, so der Grizzly-Coach. Der Auswärtskampf wird bereits um 17.30 Uhr angepfiffen.

DRB-Tagung in Würzburg

Unterdessen blickt Grizzly-Boss Dino Noth auf die bevorstehende Bundesligatagung des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) am Sonntag. In Würzburg kommen alle 23 Erstliga-Vereine zusammen, um wieder einmal um die Zukunft des Ringkampfsports zu diskutieren. „Ich hoffe, dass es diesmal keinen Schnellschuss gibt. Hier sollten alle an einem Strang ziehen. Wünschenswert wäre, wenn der DRB bis spätestens April 2019 ein Konzept für die nächsten Jahre stricken könnte. Nur so können sich alle Vereine danach ausrichten.“ Neben Noth wird auch Manager und sportlicher Leiter Mario Besold an der Tagung teilnehmen.

Schon am vergangenen Wochenende tagte der Bundesligaausschuss. Eine Vielzahl an Vorschlägen wurden diskutiert, allen voran die Rückkehr zu einer zweistufigen Bundesliga steht im Raum. „15 Vereine votierten nach einer Umfrage für die Wiedereinführung der 2. Bundesliga, davon würden vier Vereine künftig in einer 1. Bundesliga und elf Vereine in der 2. Bundesliga kämpfen, während acht der derzeitig 23 DRB-Bundesligavereine die derzeitige Struktur mit drei Vorrundenstaffeln beibehalten möchten“, so der DRB-Vizepräsident für Bundesligaangelegenheiten Ralf Diener.

Derzeit kämpfen 23 Teams in drei Vorrundengruppen um den Einzug ins Viertelfinale, an dem die beiden Staffelersten, sowie zwei der drei Drittplatzierten teilnehmen. Da die Staffel Südost nur mit 7 Teams an den Start ging und zwangsläufig weniger Kämpfe und damit auch weniger Punkte erzielt, werden die beiden Drittplatzierten in diesem Jahr nicht nach Anzahl der erzielten Punkte, sondern durch Losentscheid ermittelt.

Das Problem der derzeitigen Struktur ist nicht nur der riesige Leistungsunterschied innerhalb der drei Vorrundenstaffeln, sondern auch dass der Sprung von den Regional- und Verbandsligen in die höchste Kampfklasse für viele Vereine viel zu groß, finanziell und personell gar nicht zu stemmen ist. „Ausgehend von diesem Mehrheitswunsch und den unüberhörbaren Wünschen aus einigen Landesverbänden zu einer Veränderung der Ligenstruktur ist der Bundesligaausschuss zu dem Entschluss gekommen, dass sich die vielfach eingeforderte Verkleinerung der Leistungsunterschiede am ehesten durch die Einführung einer zusätzlichen Leistungsebene, also die Zweite Bundesliga, erreichen lässt“, so das Fazit von Ralf Diener nach der Sitzung im Bundesligaausschuss. Eine Zweite Bundesliga soll kommen, nur steht in Würzburg, bei der Bundesligatagung aller DRB-Bundesligavereine die Frage im Raum: Wann soll sie denn nun kommen, die 2. Bundesliga?

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