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Vereinschronik



Im Jahr 1906 gründete eine Gruppe junger Männer den Athletenclub Saxon. Inspiriert waren sie von der Aufführung einiger Berufsringer, die sie in Nürnberg gesehen hatten. 1907 trat die Mannschaft offiziell dem Arbeiter-Athletenbund bei. Der Erste Weltkrieg erschütterte den jungen Verein, da viele Aktive in den Krieg ziehen mussten.

1919 machten sich die Überlebenden daran, den Verein wieder aufzubauen. Zwischen 1920 und 1922 versuchte man, sich durch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zu stärken. Eine Union mit Gostenhof währte jedoch nicht lange. Am 9. September 1922 gelang die Union mit dem Stammverein Achillies. Aus der Verbindung entstand die Sportvereinigung St. Johannis, die im Gedenken an die Gründungszeit den Zusatz 07 erhielt. Der Verein konnte nun in den vertretenen Sportarten Ringen und Gewichtheben mehrere Erfolge erzielen.

Im Zuge des Nationalsozialismus wurde der Verein verboten. Der Sportbetrieb konnte nach dem Zweiten Weltkrieg aber wieder aufgenommen werden. Der Fokus lag nun vor allem auf der Jugendarbeit im Ringen und Gewichtheben. Damit wurde der Grundstock für spätere Erfolge gelegt. Zudem wurde in den 60er und 70er Jahren ein Grundstück für ein eigenes Vereinsheim erworben und ausgebaut.

Seit 1971 kämpfte sich die Ringermannschaft des SV 07 von der Bezirksliga über die Landesliga in die Bayernliga hoch. Das wurde 1974/5 gekrönt durch den Gewinn der Nordbayrischen Mannschaftsmeisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Um den Herausforderungen der  damals zweithöchsten Liga entgegentreten zu können, schloss der Verein sich mit dem SV 04 Gostenhof zu einer Wettkampfgemeinschaft zusammen. Diese löste sich 1979 mit dem Abstieg auf. 

1977/1988 musste das bisherige vereinseigene Grundstück der Stadt Nürnberg verkauft werden. Am 31. März 1980 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Vereinsheim am Zeisigweg. Trotz finanziellen Zuschüssen war viel handwerkliche Eigenleistung nötig, um das heutige Vereinsheim zu bauen. Im Juli 1982 wurde der neue Bau eingeweiht.

1977/1982 konnte die Ringerabteilung große Erfolge feiern. Neben mehreren Deutschen Schüler- und Jugendmeistern erkämpfte sich Mario Baumeister den 4. Platz bei der Jugendweltmeisterschaft. Rainer Weber errang sich 1979 den Titel Jugendweltmeister in Colorado Springs und wurde 1981 außerdem Juniorenvizeweltmeister in Vancouver. Im gleichen Jahr konnte die Männermannschaft den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern.

1984 gelang Pasquale Passarelli der bisher größte Erfolg für den SV 07. Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles gewann er mit seiner legendären 90-sekündigen Brücke die Goldmedaille. Im gleichen Jahr wurde Jochen Steckmann in Washington Vizeweltmeister bei den Junioren.

 

Als Meister der 2. Bundesliga konnte die Ringermannschaft 1985 in die 1. Bundesliga aufsteigen und hielt sich dort bis 1987 /1988. Die Männermannschaft stieg zwar ab, die A/B-Jugend wurde dafür aber Deutscher Mannschaftsmeister.

1989 wurden die Ringer des SV 07 Meister und 1990 Vizemeister 2.Bundesliga.

Am 24. September 1990 brach ein Feuer im Vereinsgebäude aus. Der hohe Schaden konnte durch großen Aufwand und viel Sorgfalt der Agierenden finanziell aufgefangen werden. Davon konnte der sportliche Aufwärtstrend der Ringerabteilung jedoch nicht gestoppt werden. Die 2. Mannschaft stieg bis in die Oberliga auf und konnte sich in der dritthöchsten Liga auf den vorderen Plätzen halten. Die 1. Mannschaft etablierte sich in der 2. Bundesliga und stieg 2002 für ein Jahr ins Oberhaus auf. In diese Zeit fällt auch der Vizeweltmeistertitel des Junioren Steffen Hartan.

2005 konnte erneut der Aufstieg in die 1. Bundesliga gefeiert werden. Ebenso erfreulich war der Goldgewinn von Peter Engelhardt bei der Militärweltmeisterschaft.

Nach dem zweiten Platz 2004 und dem dritten Platz 2005 konnte mit der A/B-Jugend des SVJ 2006 der erste Platz bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft errungen werden. Die jungen Ringer überzeugten auch bei den Einzelturnieren mit insgesamt elf Deutschen Meistertiteln. Diese besondere Leistung wurde mit dem Grünen Band der Dresdner Bank für herausragende Jugendarbeit ausgezeichnet.

Auch international konnte diese Generation sich mehrfach präsentieren. Zu erwähnen sich vor allem die Erfolge von Tim Schleicher. Er gewann zweimal Bronze, 2006 bei der Europameisterschaft der Junioren und 2007 bei der Juniorenweltmeisterschaft. 2008 krönte er diese Erfolge im Juniorenbereich mit dem Titel des Vizeeuropameisters. 2012 wurde Schleicher bei den Männern 3. Europameister und durfte im selben Jahr bei den Olympischen Spielen in London starten. Der Johanniser Ringer Christoph Pscherer errang sich 2010 den dritten Platz bei der Junioreneuropameisterschaft. Den letzten internationalen Erfolg errang Deniz Menekse 2013. Er stand bei der Europameisterschaft der Junioren als Dritter auf dem Treppchen.           

Im Nachwuchsbereich rissen die Erfolge nicht ab. Die Jahrgänge der A/B-Jugend wurden 2007 Deutscher Mannschaftsmeister, 2010 war immerhin der dritte Platz drin und 2011 wieder der Zweite.  Auch der jüngeren Nachwuchsringer der C/D-Jugend konnten Erfolge feiern. 2007 wurden sie Deutscher Mannschaftsmeister und 2008 errangen sie Bronze. Die hervorragende Jugendarbeit des SV Johannis wurde 2008 vom DRB mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet.

2009 feierte die 1. Mannschaft den Meistertitel in der 2.Bundesliga Nord und damit den erneuten Aufstieg in die erste Bundesliga. Gewürdigt wurden die Leistungen der Ringerteams durch die Auszeichnung Mannschaft des Jahres durch die Stadt Nürnberg 2007 und 2010.

Im Olympiazyklus 2012 wurde der SV Johannis zudem Bundesnachwuchsstützpunkt. In der kommenden Saison 2014 ist der SVJ wie die letzten Jahre mit drei Männermannschaften in den Ligen vertreten. Die 3. Mannschaft ringt in der neubenannten Gruppenliga Nord. In der Oberliga will die 2. Mannschaft Erfolge feiern und die 1. Mannschaft muss sich in der 2. Bundesliga beweisen.